Freitag 28.03.2025 Erstkommunionkinder zum Brotbacken beim Bäcker
Egglkofen – Am Freitag 28.03.2025 waren 7 Erstkommunionkinder aus Egglkofen und Wiesbach zu Besuch in der Bäckerei Wagner zum Brotbacken. Die Kinder wurden begleitet von den Tischmüttern Ehret Christina und Lengfellner Sabrina.
Vor dem Betreten der Backstube erklärte Bäckermeister Stefan Wagner den Kindern, wie man sich in der Backstube verhalten soll, damit keine Unfälle passieren. Außerdem wurden sie mit einer Backhaube ausgestattet, damit vermieden wird, dass Haare in den Backteig oder in eine Maschine gelangen.
In der Backstube fragte der Bäcker die Kinder, was man denn alles brauche, um Brot zu backen. Die Kinder wussten schon einiges, wie Mehl, Körner, Wasser, Salz und Hefe. Der Bäckermeister erklärte dass man zum Roggenmehl auch Sauerteig braucht für den Geschmack und die Lockerung. Schon vor 8000 Jahren hatten die Ägypter Brot auf Stein unter der Erde gebacken. Später wurde in gemauerten Backöfen Brot gebacken, wo man erst Feuer im Backraum abbrennen ließ und nach dem Entfernen der Glutreste das Brot ein schob. Es gibt über 3000 Sorten Brot, die im Brotregister in Ulm eingetragen sind.
Bäckermeister Wagner rührte mit den Kindern den Brotteig für 15 Brote in der Brotmaschine an, der dann 10-15 min ruhen gelassen wurde. In dieser Zeit zeigte er den Kindern die Geräte in der Backstube wie den Etagenofen zum Brotbacken. Dann gibt es noch einen Stückgutofen für Semmeln und Brezen, die man dort auf einem ganzen Wagen hineinschieben kann. Eine kleine und eine große Knetmaschine, eine Semmelstraße, eine Hörndlmaschine für Brezenstränge, einen Abwieger für Brot, den Froster für Teiglinge (wie die Gefriertruhe zu Hause), einen Froster für ganze Wagen, einen Aromaraum der sich in der Nacht von -5°C auf 20°C erwärmt, damit sich das Aroma in 16 Stunden gut entfalten kann. Außerdem gibt es noch einen Holzofen für das gute Holzofenbrot. Zum Kuchenbacken gibt es einem extra Raum, in dem zum Krapfen backen eine große Fritteuse steht, wie für Pommes.
Nach der Ruhezeit hatte sich der Brotteig in der Zwischenzeit deutlich vergrößert. Bäckermeister Wagner wog die Teigmenge von 850g für jedes Brot auf der Waage genau ab. Anschließend durften die Kinder, die Hände vorher in Mehl getaucht, die Brotlaibe selber formen. Dabei entstanden dann auch Brote in Herzform. Die Brote kamen dann in einen Gärraum bei 35°C und einer Luftfeuchtigkeit von 85%, wo der Sauerteig arbeitet.
In der Zwischenzeit durften die Kinder Brezen formen aus vorbereiteten Teiglingen. Erst danach, also nach 1 ¼ Stunden Vorbereitungszeit konnte das Brot in den Ofen. Das Backen bei 230°C und zugeschaltetem Dampf dauerte dann noch einmal 1 Stunde. Da wurde den Kindern erst klar, dass der Bäcker mitten in der Nacht aufstehen muss, um ab halb 2 Uhr früh mit der Arbeit zu beginnen, damit man die guten Sachen morgens im Laden kaufen kann. Bäckermeister Stefan Wagner beantwortete viele Fragen der Kinder und lobte deren Interesse und ihr fleißiges Mitarbeiten.
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